„Büro für Sinn und Unsinn“ und „Ectoplastic“ sind Deutsche Kultur- und Kreativpiloten 2020

Unternehmen erhalten Auszeichnung der Bundesregierung

 

Zwei Unternehmen aus Halle (Saale) gehören in diesem Jahr zu den kreativsten Köpfen Deutschlands. „Ectoplastic“ und das „Büro für Sinn und Unsinn“ werden von der Bundesregierung mit dem Titel „Kultur- und Kreativpiloten“ ausgezeichnet.

Ectoplastic

„Ectoplastic“ beschäftigt sich mit experimentellen audiovisuellen Anwendungen. „Das Unternehmen präsentiert elektronische Musik aus einer neue Perspektive“, heißt es in der Jury-Begründung. Die Hallenser würden „Musik und Technologie in Kreativ-Apps verbinden, um Musik nicht nur zu hören, sondern auch sehen und fühlen zu können“. 

Intuitiv ein Instrument spielen, spontan Einfälle in Klänge übersetzen – das erfordert entweder jahrelange Übung und eine klassische musikalische Ausbildung. Oder die Audio Interfaces von „Ectoplastic“. So möchte das Team über die auditive Wahrnehmung hinaus auch weitere Sinne ansprechen. Künstler*innen können die Apps beispielsweise nutzen, um bei Live-Performances ihre Musik mit visuellen Effekten zu kombinieren, die per Motion Tracking gesteuert werden. Außerdem kooperiert „Ectoplastic“ auch mit Bildungseinrichtungen und Theatern. Gerade arbeiten sie an einer VR-Experience und an der Entwicklung eines intelligenten Assistenten, der dabei hilft, Musik zu machen. So wird das Experimentieren mit Sound für jede*n steuerbar und zugänglich, auf iOS-, Android- und Windows-Betriebssystemen.
[Quelle: Kultur- und Kreativpiloten]

Büro für Sinn und Unsinn

Das interdisziplinäre Designteam für Spiel und Interaktion vom „Büro für Sinn und Unsinn“ entwickelt interaktive, moderne Lehrstationen für Museen, Ausstellungen und den öffentlichen Raum. Die Jury hob hervor, dass die Kreativen aus Halle (Saale) „neue Orte des Spiels schaffen und das Wort ,digital‘ damit zu neuem Leben erwecken“. So würden sie beweisen, „dass Spielen viel mehr ist, als Zeitvertreib oder Kinderei“.

Wir hören nicht auf zu spielen, weil wir alt werden. Es ist andersherum: wir werden nicht alt, wenn wir spielen. Mit einzigartigen Ansätzen erfindet das Büro für Sinn und Unsinn das Spielen und Lernen für Kinder, Jugendliche und Junggebliebene neu. Das interdisziplinäre Team entwickelt interaktive, moderne Lehrstationen für Museen, Ausstellungen und den öffentlichen Raum. Durch Spielen lernen wir besser. Und: Gamification ist kein Trend-Begriff aus dem Online-Marketing, sondern eine essentielle Möglichkeit, Inhalte und Kontexte zu vermitteln. Denn Unterhaltung und Wissen schließen sich nicht aus, was bisherige Kooperationen mit namhaften Museen und Bildungseinrichtungen zeigen. Wie zum Beispiel das Echtzeitabenteuer „Escape to Freedom“, bei dem sich der*die Ausstellungsbesucher*in „freispielen“ muss und dabei hinterfragt, was der Begriff „Freiheit“ überhaupt bedeutet. [Quelle: Kultur- und Kreativpiloten]

Kultur- und Kreativpiloten – der Wettbewerb

Insgesamt hatten sich in diesem Jahr 1.170 kreative Unternehmen um den Titel „Deutsche Kultur- und Kreativpiloten“ beworben. 32 davon können sich jetzt über die bundesweite Aufmerksamkeit, Zugang zu einem großen Netzwerk der Kultur- und Kreativwirtschaft und ein individuelles, einjähriges Mentoring-Programm freuen. Vor einem Jahr hatte das hallesche Unternehmen „A.MUSE – Interactive Design Studio“ bereits den Titel nach Halle (Saale) geholt.

Mehr Informationen: Kultur- und Kreativpiloten, Ectoplastic, Büro für Sinn und Unsinn