Die „Stimme der Dinge“ als Webserie

Hinter die Kulissen des Projekts „Wunderkammer Sachsen-Anhalt“ blicken

 

Seit dem 20. November ist die Webserie „Die Stimme der Dinge“ online in der Mediathek des MDR zu sehen. Die Webserie ist aus dem Projekt „Wunderkammer Sachsen-Anhalt“ heraus entstanden, das im Sommer in Arendsee und Hasselfelde durchgeführt wurde (siehe auch Artikel in der Seitenspalte).

Der Künstler Marc Haselbach war insgesamt acht Wochen in den beiden Städten unterwegs, um dort Geschichten einzusammeln – Geschichten, die von Wundern erzählen, von Alltagsgegenständen und ihrer Bedeutung für die Besitzer*innen. Das Einsammeln ist Teil des Kunstprojekts „Die Stimme der Dinge – Wunderkammer Sachsen-Anhalt“. Die Besonderheit der Wunderkammer ist der partizipative Ansatz, den das Projekt verfolgt. Es gibt keine passiven Betrachter*Innen, sondern die Bürger*innen sind ein Teil des Kunstwerks. Marc Haselbach bringt Kunst auf die Straße. Nicht, indem er fertige Kunstwerke aus den üblichen Ausstellungsräumen herausholt, sondern indem er die Menschen den Inhalt gestalten lässt. 

Ein weiterer Teil des Projekts waren die „Tage der Wunder“, kleine Ausstellungen in Arendsee und Hasselfelde, in denen die Gegenstände und ihre Geschichten vom Wundersammler präsentiert wurden. Die Dreharbeiten haben das Projekt begleitet und sind einigen der Wundergeber*innen näher gekommen.

Mit sieben Episoden zeigt die Webserie einen kleinen Querschnitt der Menschen aus den beiden Orten und erzählt von den Dingen, die sie dort bewegen. Es sind Geschichten über Heimat, von Familie, über Träume oder Dramen, von Skurrilem, Tragischem und Wunderbarem. Die Webserie ermöglicht es über den Schaffensprozess des Kunstprojekts hinaus, ein einmaliges Bild der Bewohner des Landes Sachsen-Anhalt zu zeichnen und Fragen nach regionaler Ästhetik und geistiger Verbundenheit zu stellen.