BESTFORM-Nominierte Hiba Mahmood erhält Stipendium

Akademische Leistungen und gesellschaftliches Engagement mit Otto-von-Guericke-Stipendium gewürdigt

Auch ohne festliche Verleihung sind die beiden Otto-von-Guericke-Stipendien 2020 offiziell überreicht worden. Die geltenden Corona-Eindämmungsmaßnahmen verhinderten die Feierstunde im Alten Rathaus. Trotzdem wurden auch in diesem Jahr zwei Stipendiat*innen ausgewählt: Es sind Saijal Shahania von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und Hiba Mahmood von der Hochschule Magdeburg-Stendal. Das Stipendium ist mit jeweils 6.000 Euro dotiert, die aus dem städtischen Haushalt finanziert werden.

Die beiden Studentinnen erhielten heute die Stipendiums-Urkunden von Universitätsrektor Prof. Dr. Jens Strackeljan bzw. von Hochschulrektorin Prof. Dr. Anne Lequi. Wegen der Corona-Pandemie musste die feierliche Übergabe der Stipendien leider abgesagt werden. 

Bereits seit 2003 vergeben Otto-von-Guericke-Universität und Landeshauptstadt die mit 6.000 Euro dotierten Stipendien an internationale Studierende, die nicht nur sehr gute Studienergebnisse vorweisen, sondern sich darüber hinaus auch gesellschaftlich engagieren. Schon seit 15 Jahren werden damit besondere Leistungen internationaler Studierender der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ausgezeichnet. Seit 2017 wird das Stipendium auch an Studierende der Hochschule Magdeburg-Stendal verliehen.

Beide Stipendien werden für die Dauer eines Jahres vergeben, die finanzielle Unterstützung wird aus dem städtischen Haushalt zur Verfügung gestellt. Damit sollen diese ausgezeichneten Studierenden gezielt gefördert und deren Studienaufenthalt in der Landeshauptstadt erleichtert werden.

Die Otto-von-Guericke-Stipendiatin Hiba Mahmood

Durch die Hochschule Magdeburg-Stendal wird das Otto-von-Guericke-Stipendium dieses Jahr an Hiba Mahmood vergeben. Sie stammt aus Syrien und studierte dort Wirtschaft an der Universität Damaskus. 2015 kam Hiba Mahmood nach Deutschland. Im Oktober 2015 nahm sie an der IpFaH-Initiative (The International Office and the Initiative for Refugees) der Hochschule teil und schaffte es innerhalb eines Jahres, Deutsch zu lernen und auf das erforderliche Niveau für ein Studium zu bringen. Sie war die erste Teilnehmerin der IpFaH.

Ihre Leidenschaft für das Entwerfen, Gestalten und Analysieren von Produkten bewog sie zum Studium des Bachelor-Studienganges Industrial Design, das sie 2016 begann. Von 2016 bis 2019 erhielt Hiba Mahmood außerdem das Deutschlandstipendium, mit dem besonders begabte Studierende gefördert werden. 

Neben ihrem Studium ist Hiba Mahmood ehrenamtlich aktiv und engagiert sich innerhalb der islamischen Gemeinde für syrische Familien, zum Beispiel als Dolmetscherin bei Arzt-oder Behördenbesuchen. Im Social Credit Program ihres Fachbereiches der Hochschule unterstützt sie Veranstaltungen der KiZi (Studienprojekt zur Kinderbetreuung), welches auch ihr Sohn besuchte.

2016 nahm sie gemeinsam mit der Rektorin Prof. Dr. Anne Lequy den Deutschen Arbeitgeberpreis im Bereich „Hochschulische Bildung“ in Berlin entgegen; im gleichen Jahr auch den Landesintegrationspreis. Im November 2017 erhielt Hiba Mahmood das Sonderstipendium der Kommission für Internationale Angelegenheiten der Hochschule für ihre herausragenden Leistungen im Studium und ihr Engagement außerhalb des Studiums. Im Dezember 2019 wurde sie mit dem Integrationspreis des Landes Sachsen-Anhalts für besonderes individuelles Engagement ausgezeichnet. [Presseinformation der Landeshauptstadt Magdeburg]