Arbeitsstipendien für Kulturschaffende

Bis zu 1.000 Euro monatlich für die Erstellung künstlerischer Leistungen

Seit dem 20. Juli können Kultur- und Kreativschaffende in Sachsen-Anhalt Anträge für das Stipendienprogramm „Kultur ans Netz“ bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB) stellen. Für bis zu drei Monate kann ein nicht rückzahlbarer Zuschuss in Höhe von 1.000 Euro monatlich beantragt werden. Mit dem Programm soll den Kreativen bei der Erstellung künstlerischer Leistungen unter die Arme gegriffen werden. Bis zum 31. August 2020 können die Anträge in einem Onlineverfahren bei der IB gestellt werden.

„Die Corona-Krise darf nicht zu einer dauerhaften Krise in der Kultur führen. Mit der Soforthilfe haben wir schnell reagiert, um die finanziellen Einbußen der Kulturschaffenden im Land aufzufangen, nun bieten wir der Kulturszene stabile finanzielle Rahmenbedingungen. ‚Kultur ans Netz‘ soll neue Impulse für Kulturaktivitäten in Sachsen-Anhalt setzen. Wir entlasten freischaffende Künstlerinnen und Künstler und ermöglichen es ihnen, sich wieder auf ihren künstlerischen Schaffensprozess zu konzentrieren“, erklärt Staats- und Kulturminister Rainer Robra.

Insgesamt stehen sechs Millionen Euro für das Stipendienprogramm „Kultur ans Netz“ zur Verfügung. Gefördert werden Projekte und Maßnahmen von freiberuflich tätigen Kulturschaffenden, die durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie ihre künstlerischen Tätigkeiten nicht ausüben konnten.

„Kultur ist ein wertvolles und unverzichtbares Gut, dass die Städte und Gemeinden belebt. Förderung hat jetzt die Möglichkeit, genau dort anzusetzen. Wir freuen uns im Auftrag der Staatskanzlei und des Ministeriums für Kultur die Kulturschaffenden durch finanzielle Hilfen unterstützen zu können“, so Marc Melzer, Geschäftsleiter der IB.

Antragsberechtigt sind Künstler*innen mit Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt, die hauptberuflich in den Bereichen Musik, Bildende Kunst, Medienkunst, Darstellende Kunst, Literatur oder intermedialen Kunstformen tätig sind. Außerdem muss eine Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse (KSK) vorliegen bzw. muss die freiberufliche künstlerische Tätigkeit in Sachsen-Anhalt durch geeignete Unterlagen nachgewiesen werden. Ein Kurzkonzept, das das künstlerische Vorhaben beschreibt, muss ebenfalls eingereicht werden. Einige der im Rahmen von „Kultur ans Netz“ entstehenden künstlerischen Arbeiten, werden gegen Ende des Jahres auf der Website der Landesregierung präsentiert.

► Auf der Website der IB gibt es weitere Informationen zum Arbeitsstipendium und zur Antragsstellung.