Kultur- und kreativwirtschaftliche Pionierlösungen gesucht

Förderprogramm in die zweite Runde gestartet – bis 11. August bewerben

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat einen neuen Förderaufruf für das Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP) gestartet. Nachdem in der ersten Ausschreibungsrunde digitale und datengetriebene Innovationen gesucht wurden, stehen aktuell kultur- und kreativwirtschaftliche Innovationen im Fokus. Bis zum 11. August können sich Start-ups, Mittelständler und Kleinstunternehmen sowie Selbstständige für die Förderung bewerben.

Gesucht werden marktorientierte Innovationsprojekte und Innovationsnetzwerke, die innovative Geschäftsideen oder Pionierlösungen fokussieren – etwa neuartige Dienstleistungen, Prozesse und Organisationsweisen oder innovative Marketingkonzepte und Geschäftsmodelle. Im Fokus des aktuellen Förderaufrufs stehen dabei unter anderem Konzepte aus dem Design-, Mode- und Architekturbereich sowie der Kunst und darstellenden Kunst, aus dem musik-, rundfunk- und filmwirtschaftlichen Bereich sowie neue Ideen für die Publizistik, den Werbemarkt, den Buchmarkt und den Games-Bereich. Trotzdem können sich auch Antragsteller von außerhalb der Kultur- und Kreativwirtschaft bewerben, sofern sie die gesuchten Innovationen entwickeln.

Die Teilnahme am Wettbewerb erfolgt zunächst mit einer kurzen Skizze – kurze Projektbeschreibung, erläuternde Abbildungen und Angaben zum Antragsteller. Wer damit überzeugen kann, wird zur Einsendung eines Pitch-Videos aufgefordert. Die IGP-Jury entscheidet danach, welche TeilnehmerInnen einen Vollantrag stellen dürfen. Diese werden dann unter anderem nach formellen Kriterien geprüft, bevor die Projekte final bewilligt werden können. Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Form einer Anteilsfinanzierung nach dem De-minimis Verfahren.

Bewertungskriterien

Die Skizzen und Vollanträge werden von der IGP-Jury – Experten der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie Fachleute mit besonderer Kompetenz in übergeordneten Bereichen wie Geschäftsmodellentwicklung und Innovationsforschung – nach den folgenden Kriterien bewertet:

  • Innovationshöhe: Kreativität, Wagemut und Pioniercharakter des Ansatzes sowie Neuigkeitswert auf nationalem und internationalem Level

  • Anreizeffekt: Förderbedarf muss schlüssig begründet sein; warum ist staatliche Hilfe notwendig 

  • Qualität und Überzeugungskraft: Projekt braucht klare Zielorientierung sowie logischen und konzentrierten Aufbau

  • Qualifikation und Motivation der Beteiligten: Berufs-/Bildungshintergrund, Schlüsselqualifikationen, Überzeugungskraft, Zusammenspiel des Teams/der Partner

  • Vermarktungschancen: Potenzial wirtschaftlichen Umsatz zu generieren, Arbeitsplätze zu schaffen/zu sichern

Außerdem werden Kriterien geprüft, die die Passfähigkeit mit der IGP-Richtlinie sicherstellen, insbesondere formale Kriterien, z.B. ist Antragsteller ein kleines oder mittleres Unternehmen nach EU-Definition, erscheint die Eigenanteilsfinanzierung plausibel, stehen andere Förderungen dem aktuellen Förderbedarf entgegen?

Alle Informationen zur Ausschreibung, zum Bewerbungsverfahren und den Teilnahmebedingungen gibt es online unter: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Innovation/igp.html