Zehn Kreative für „Heimatstipendium #2“ ausgewählt

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt hat für das Förderprogramm „Heimatstipendium #2“ zehn Künstlerinnen und Künstler ausgewählt, die ein Jahr lang mit einem Stipendium in Höhe von 12.000 Euro unterstützt werden. Die Stipendiaten wurden aus über 60 eingegangenen Anträgen ausgewählt. Die Kreativen mussten sich bei der Antragstellung für eines von zehn vorgegebenen Museen entscheiden und eine Projektskizze anfertigen. Die folgenden Künstlerinnen und Künstler erhalten das „Heimatstipendium“:

  • Mareen Alburg Duncker – Gedenkstätte für Opfer der NS-„Euthanasie“ Bernburg

  • Julia Rückert – Museum für Naturkunde und Vorgeschichte Dessau

  • Thomas Jeschner – Regionalgeschichtliche Sammlung der Lutherstadt Eisleben

  • Petra Reichenbach – Schloss und Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin in Kooperation mit der Stadt Annaburg (Landkreis Wittenberg)

  • Etienne Dietzel – Johann-Friedrich-Danneil-Museum Salzwedel (Altmarkkreis)

  • Annette Funke – Salzlandmuseum Schönebeck (Salzlandkreis)

  • Julia Himmelmann – Bördemuseum Burg Ummendorf (Börde)

  • Nora Mona Bach – ErlebnisZentrum Bergbau Röhrigschacht Wettelrode (Mansfeld-Südharz)

  • Julia Schleicher – Museum Schloss Moritzburg Zeitz – Deutsches Kinderwagenmuseum (Burgenlandkreis)

  • Lucie Göpfert – KULTURQUADRAT Schloss Zörbig – Museum (Anhalt-Bitterfeld)

Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Beschränkungen des öffentlichen Lebens ist der Starttermin des „Heimatstipendium #2“ noch offen. Er hängt von den kommenden Entwicklungen ab. Die Organisatoren planen, den Startschuss mit der Wiedereröffnung der Museen zusammenzulegen.

„Heimat bedeutet Geborgenheit an einem Ort, an dem man sich gut behütet fühlt. Auch in der zweiten Runde dieses Programms werden sich Museen und Künstler im Land zusammentun, um dieses Gefühl auf vielfältige Art künstlerisch zu interpretieren. Ich bin mir sicher, die Stipendiaten werden zusammen mit den Museen unter dem Eindruck der Corona-Krise neue Antworten finden. Vom Programmstart zum jetzigen Zeitpunkt soll dabei auch ein Zeichen des Mutes und Zuversicht ausgehen. Auf die Ergebnisse bin ich sehr gespannt“, sagt Staatsminister Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei und Kulturminister des Landes Sachsen-Anhalt.

Was ist das „Heimatstipendium“?

Die Kunststiftung Sachsen-Anhalt möchte mit dem „Heimatstipendium“ Künstlerinnen und Künstlern ermöglichen, sich mit ausgewählten musealen Sammlungen im Bundesland künstlerisch auseinanderzusetzen. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten vor Ort die Möglichkeit in die Sammlungen einzutauchen und sich intensiv damit zu befassen. Ziel ist es, sich inspirieren zu lassen und neue Arbeiten zu entwickeln, die das kulturelle Erbe reflektieren. Zudem sollen die Museen die Chance erhalten, sich der zeitgenössischen Kunst zu öffnen und so mehr öffentliches Interesse für die Orte zu wecken. Im Laufe des Jahres werden die zehn Projekte von weiteren Aktionen begleitet, die ein breites Publikum in die Museen locken soll.