„Heimatstipendium“-Kunstwerk bekommt neues Zuhause

 

Das Freilichtmuseum Diesdorf in der Altmark ist um eine Attraktion reicher. Wie die Kunststiftung Sachsen-Anhalt mitteilte, hat die Skulptur „Tatti mit der Puppe“ von der Künstlerin Rebekka Rauschhardt dauerhaft eine Heimat im Museumsdorf gefunden. Entstanden ist das Kunststück im Rahmen des „Heimatstipendiums“ – einem Sonderförderprogramm der Kunststiftung, das besonders kleinere, im ländlichen Raum gelegene Museen durch zeitgenössische Kunst mehr in die öffentliche Wahrnehmung rücken soll. 

Unter dem Projektnamen „1 2 3 4 Eckstein … wir kommen“ schuf Bildhauerin Rebekka Rauschhardt im Sommer 2018 insgesamt fünf Sandsteinskulpturen. Zusammen mit Diesdorfer Schulkindern und MuseumsbesucherInnen entwickelte sie die Ideen für die Figuren, die als gestalterische Grundlage für die schweren Steinskulpturen dienten. „Tatti mit der Puppe“ ist nun Teil der Sammlung der Museen des Altmarkkreises Salzwedel. Die Ankaufsumme von 5.000 Euro wurde zum Teil durch Fördermittel der Landeskunststiftung Sachsen-Anhalt und der Sparkasse Altmark West aufgebracht. Auch die anderen Skulpturen verbleiben als Dauerleihgaben im Freilichtmuseum Diesdorf.

„Eine erstaunliche Leistung ohne Scheu und mit einer so wunderbar herzlichen Offenheit, die unglaublich viel zum Gelingen und Erfolg des „Heimatstipendiums“ beigetragen hat“, lobte Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, die Künstlerin und ihre Idee eines der ältesten Kinderspiele („1 2 3 4 Eckstein … wir kommen“) in einen kulturhistorischen Kontext einzubinden und vor Ort ein breites Netzwerk zu den Menschen und vor allem den Kindern aufzubauen.

Rebekka Rauschhardt erinnert sich: „Ich denke sehr gerne an meine Zeit in Diesdorf und die vielen freundlichen Menschen in der Altmark zurück.“

„Heimatstipendium“

Mit dem „Heimatstipendium“ ermöglicht die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt KünstlerInnen den Zugang zu Museen in Sachsen-Anhalt vor allem in kleineren Städten. So können Sie sich intensiv mit den Sammlungen befassen, die Bestände erkunden und in den Archiven verborgene Schätze entdecken. Davon inspiriert sollen neue Werke entstehen, die das kulturelle Erbe reflektieren. 

Die Tandems für das „Heimatstipendium #2“ werden am 3. April 2020 mitgeteilt. Bis 2021 werden dann an zehn Orten in zehn Museen in Sachsen-Anhalt eine Vielzahl von Veranstaltungen stattfinden.