Sachsen-Anhalt kann Film!

Komparsen gesucht

Für einen historischen Kinofilm werden 400 männliche Komparsen gesucht. Unter dem Arbeitstitel „Große Freiheit“ wird von Mitte Februar bis Ende März in Magdeburg gedreht – in der ehemaligen JVA in der Halberstädter Straße. Die Komparsen werden dort als Häftlinge und Wärter eingesetzt. Gesucht werden Männer im Alter von 18 bis 80 Jahre jeglichen Typs, lediglich Tattoos im Gesicht und auf den Handrücken sowie Tunnel im Ohr sind nicht gewünscht. Die Filmhandlung umspannt den Zeitraum der 1940er bis 1970er Jahre und erzählt die Lebensgeschichte eines homosexuellen Mannes, der aufgrund seiner sexuellen Orientierung wiederholt ins Gefängnis muss. Interessierte können sich unter www.filmissimo.de als Komparsen bewerben.

Kinoland Sachsen-Anhalt

Mit „Die Hochzeit“ und „Das Vorspiel“ starten am 23. Januar gleich zwei Filme, die zum Teil in Sachsen-Anhalt gedreht wurden. Ersterer, eine Komödie von und mit Til Schweiger, wurde in und um Schloss Krumke bei Osterburg gedreht – anderthalb Wochen war das Filmteam im letzten Jahr für die Dreharbeiten in der Altmark zu Gast. „Das Vorspiel“ von Regisseurin Ina Weisse und mit Schauspielerin Nina Hoss in der Hauptrolle, wurde in einem Fachwerkhaus in Halle gedreht.

Voraussichtlich Ende Mai erscheint das Drama „Nur ein Augenblick“ von Regisseurin Randa Chahoud, das auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow gedreht wurde. Für den Film entstanden ein Foltergefängnis und eine Militärbasis auf dem Gelände. Randa Chahoud arbeitete auch für die Amazon Prime-Serie „Deutschland 89“ in Sachsen Anhalt: In Halle und Weißenfels fand das Filmteam passende Kulissen. Ein Ausstrahlungstermin steht bisher noch nicht fest. 

Am 2. April startet in den Kinos „Uferfrauen“ – eine Dokumentation über lesbische Frauen, die aufgrund ihrer Sexualität mit dem DDR-Regime in Konflikt gerieten. Eine Geschichte wurde in Aschersleben gefilmt, eine andere in Halle. Überhaupt scheint die Stadt an der Saale das filmische Zentrum Sachsen-Anhalts zu sein. Neben den genannten Produktionen wurden hier noch weitere Filme gedreht oder bearbeitet: Unter anderem das Familien-Drama „Der Geburtstag“ (Start: 28.05.), „Narziss und Goldmund“, eine Hermann Hesse-Verfilmung (Start: 12.03.), „Helmut Newton: The Bad and the Beautiful“, eine Modefotografiedoku (Start: 05.03.) oder die Komödien „Vom Gießen des Zitronenbaums“ (Start: 16.01.) und „Die Känguru-Chroniken“ (Start: 05.03.).

Das Animationsstudio MotionWorks aus Halle sorgt dafür, dass auch Animationsprojekte in Sachsen-Anhalt zuhause sind: Zum einen wird die zehnteilige Serie „Im Labyrinth der Lügen“ produziert (Start: 2022), zum anderen der Tanzfilm „Coppelia“, eine Mischung aus Real- und Animationsfilm (Start: 2021).

Antragsportal der Mitteldeutschen Medienförderung geht online

Filmschaffende, die sich finanziell von der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) unterstützen lassen möchten, können ihre Anträge ab sofort nur noch online über das Mitteldeutsche Antragsportal (MAP) stellen. Die Umstellung auf das Onlinesystem erfolgt, um Antragstellung und Bearbeitung zu vereinfachen. Nach der digitalen Einreichung muss dann nur noch eine vom Portal generierte Bestätigung ausgedruckt, unterschrieben und per Post an die MDM geschickt werden. Mehr Informationen zur Mitteldeutschen Medienförderung: www.mdm-online.de