Kunstpreis Sachsen-Anhalt 2019

Ausgezeichnet: Schmuckkünstlerin Dorothea Prühl

Dienstag, 19. November 2019 in Sachsen-Anhalt

Zeigt Dorothea Prühl

Dorothea Prühl hat an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle studiert und später als berufene Professorin acht Jahre die Schmuckklasse geleitet. Ihre Arbeiten werden in international renommierten Sammlungen und Ausstellungen gezeigt. Am 5. Dezember 2019 wird die Schmuckkünstlerin mit dem Kunstpreis Sachsen-Anhalt für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

Ihre Schmuckkreationen sind einzigartige, abstrahierte Eindrücke aus der Natur: Anhänger mit ineinander verschlungenen Formen, die an Fische oder Vögel erinnern. Ohrringe, die Flügeln ähneln. Eine Kette, deren Glieder aus einzelnen Schlangen zu bestehen scheinen. 

Dorothea Prühl konzentriert sich in ihrem Design auf das Wesentliche: „Schmuck ist mir wichtig in seiner ursprünglichen Bestimmung. Dazu gehören Tragbarkeit, Haltbarkeit und Kostbarkeit im weiten Sinne.“ (Dorothea Prühl: Über meine Arbeit). Dieser Fokus auf das Essentielle verleiht ihrem Schmuck eine außerordentlich plastische Ausstrahlung und macht ihn zu etwas Besonderem. Ihre Arbeiten werden beispielsweise in Paris, London und New York ausgestellt. 

Künstlerin und Professorin

Darüber hinaus hat sich Dorothea Prühl bereits seit 1966, dem Angebot für einen Lehrauftrag an der Burg Giebichenstein folgend, für ein neues Ausbildungskonzept stark gemacht. Eines, dass sich nicht an gängigen Wertvorstellungen orientiert, sondern das Unikat in den Mittelpunkt stellt. Seit 1974 hat sich die Schmuckklasse als selbstständige Studienrichtung an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle etabliert, später dann unter der Leitung von Dorothea Prühl. 

Auszeichnung für das Lebenswerk

Für ihr Lebenswerk als international anerkannte Schmuckkünstlerin wird Dorothea Prühl mit dem Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt 2019 ausgezeichnet. Den mit 7500 Euro dotierten Preis wird Staats- und Kulturminister Rainer Robra am 5. Dezember 2019 im Kunstmuseum Moritzburg Halle überreichen. Im Frühjahr 2020 sind dann Werke und Arbeiten von Dorothea Prühl im Museum zu sehen.

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