Adobe Hidden Treasures

Bauhaus Schriften

Freitag, 28. September 2018 in Sachsen-Anhalt

Alte Schriften neu aufgelegt – und für die Allgemeinheit kostenlos neu zugänglich gemacht! Der Softwarehersteller Adobe hat alte Bauhaus-Typografien wiederentdeckt und digitalisiert. Für Adobe Cloud Nutzer sind die Schriften kostenlos verfügbar.

Mit der Reihe "Hidden Treasures of Creativity" aktualisiert Adobe historische Kunst- und Gestaltungsthemen im digitalen Kontext des 21. Jahrhunderts. Mit internationalen Masterstudierenden der Typografie wurden alte Schriftskizzen von Bauhäuslern in die digitale Welt der Systemschriften übersetzt. Begleitet wurde das Projekt und die Arbeit der Masterstudenten durch Erik Spiekermann und Ferdinand Ulrich von p98a.berlin sowie durch Torsten Blume von der Stiftung Bauhaus Dessau

Aus Original-Schriftstücken und unveröffentlichten Brieffragmenten der Bauhäusler sind fünf Alphabete entstanden.

Joschmi // Joost Schmidt

Joost Schmidt schuf das berühmte Plakat für die Bauhaus-Ausstellung 1923 in Weimar. Er leitete die Werbe-, Typografie- und Druckwerkstatt an der Bauhaus-Schule für Gestaltung in Dessau und lehrte Kalligrafie. Mehr als jeder andere Meister prägte er den für das Bauhaus typischen Designstil.

Xants // Xanti Schawinsky

Xanti Schawinsky war das Multitalent: Maler, Fotograf, Architekt, Grafiker, Saxophonist und Bühnenbildner. Nachdem er das Bauhaus Dessau verlassen hatte, arbeitete er als Grafikdesigner in Italien und schuf ikonische Kunstwerke für große Marken wie Cinzano, Motta, Illy und Olivetti.

CarlMarx Regular & Bold // Carl Marx

Nach seiner Ausbildung zum Dekorationsmaler schrieb sich Carl Marx am Bauhaus ein. Er gehörte zu der Gruppe, die nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte, das Bauhaus wiederzubeleben. Anerkennung als Künslter fand er erst in den 1970er Jahren. 1986 kehrte er für eine große Retrospektive seiner Arbeit nach Dessau zurück.

Alfarn // Alfred Arndt

Viele Jahre war Alfred Arndt am Bauhaus: zuerst als Student in der bildenden Kunst mit Wassily Kandinsky und Tischlerei mit Marcel Breuer. Nach bestandener Meisterprüfung ging er 1928 und arbeitete als freiberuflicher Architekt, kehrte aber zurück und wurde Direktor der Gebäude- und Innenarchitekturabteilungen. Seine Plakate gehören zu den wichtigsten typografischen Werken des Bauhauses. In seinen späteren Jahren arbeitete er weiterhin in Architektur, Werbung und Grafikdesign.

Reross Quadratic & Rectangular // Reinhold Rossig

Rossig, einer der produktivsten Schriftdesigner am Bauhaus, absolvierte ursprünglich eine Ausbildung zum Bauingenieur, bevor er 1929 nach Dessau kam, um sich auf die Malerei und Architektur zu konzentrieren. Er studierte verschiedenste Disziplinen bei Josef Albers, Wassily Kandinsky, Joost Schmidt und Alfred Arndt. Wegen seiner Verbindungen zur kommunistischen Partei wurde er vom Nazi-Regime inhaftiert und arbeitete später als Architekt, während er weiterhin die Kunstmalerei und Grafik verfolgte.

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