Landtag will eSport in Sachsen-Anhalt fördern

Montag, 2. Juli 2018 in Sachsen-Anhalt

Der Landtag Sachsen-Anhalts hat die wachsende Bedeutung des eSport erkannt und will in Zukunft besonders ehrenamtliche Arbeit in diesem Bereich mehr fördern. Damit beschließt der Landtag einen Antrag, den die Fraktionen CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eingereicht haben. 

"Sport unterliegt einem ständigen Wandel", wird im Antragspapier geschrieben. Und eSport ist Ausdruck dieses Wandels. Es finden sowohl im Einzel- als auch im Mehrspielermodus Wettkämpfe statt, nur eben in elektronischer Form. Das Genre und die Plattform, also egal ob PC oder Konsole, sind hierbei nicht von Bedeutung.

Sportwissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass E-Sportler während Turnieren vergleichbare körperliche und psychische Belastungen erfahren wie Bogenschützen oder Schachspieler. Des Weiteren ist es erforderlich verschiedene geistige und motorische Fähigkeiten zu trainieren, beispielsweise die Hand-Augen-Koordination, Reaktionsgeschwindigkeit oder räumliche Orientierung.

Weltweit ist in über 40 Ländern eSport bereits als Sportart anerkannt. Es ist sehr erfreulich, dass Sachsen-Anhalt mit dem Antrag das fünfte Bundesland in Deutschland ist, in dem über konkrete Maßnahmen zugunsten einer Förderung von eSport parlamentarisch beraten und eine Förderung beschlossen wird.

Der eSport-Bund Deutschland (ESBD) hat zu diesem Zweck eine Kooperation mit dem Fußballverband Sachsen-Anhalt und soll wie beim Videospiel "FIFA 19" der Fußball-Landespokal auch auf der Konsole gespielt werden.
 

"Es ist Zeit für den nächsten Schritt in die Zukunft."

Sebastian Striegel, Bündnis 90/Die Grünen, will, dass Sachsen-Anhalt zum Vorreiter beim eSport wird

 

Weitere Informationen zum Beschluss

Antrag im Landtag zur Förderung des eSports in Sachsen-Anhalt

Beitrag vom Mitteldeutschen Rundfunk zum Beschluss

Pressekommentar vom Deutschen eSport-Bund (ESBD)

Kommentare

* = Pflichtfelder

Weitere Beiträge

Vorherigen Beitrag anzeigen Nächsten Beitrag anzeigen