PHASE XI – das Innovationspotential der Kultur- und Kreativwirtschaft

Freitag, 23. März 2018 in Sachsen-Anhalt

Andere halten sich zu Jubiläen gern mit Rückblicken auf, schwelgen in Erinnerung, loben das Erreichte. Die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes blickte stattdessen nach vorn. Mit großen Schritten startete sie in ihr elftes Jahr. Mit einem umfassenden Projekt zur... man könnte sagen: Sinnfrage der eigenen Existenz. Die Idee: Anhand von elf Projekten sollte das Innovationspotenzial der Branche aufgezeigt werden. Die Umsetzung: natürlich kreativ.

 

Auf der Suche nach dem Innovationspotential der Kultur- und Kreativwirtschaft

Sie nennen sich „Amt für unlösbare Aufgaben“, „Foodlab“ oder „Testmärkte“. Acht IdeenLabs, die sich jeweils für einige Monate einem zukunftsrelevanten Thema gewidmet haben. Das heißt: eine sowohl wirtschaftlich auch als gesellschaftlich relevante Fragestellung. Ist Verwaltung ohne Bürokratie möglich? Wie kann die gesamte Erdbevölkerung gesund und bezahlbar ernährt werden? Was verrät der Einkaufswagen über das Wertesystem eines Menschen? Die einzigen Anforderungen an die Teams: ergebnisoffen arbeiten und einmal pro Woche in ihrem öffentlichen Logbuch den Stand des Projekts dokumentieren.

Besondere Bedeutung der Kultur- und Kreativbranche

Achtung: Spoiler! An allen Beispielen hat sich gezeigt, dass die Kultur- und Kreativbranche ein großes Potential zur Beantwortung dieser Fragen mitbringt. Am effektivsten ist ihre Arbeit in thematischen Schnittstellenbereichen zu anderen Branchen. In der branchenübergreifenden Kooperation liegt demnach das größte Potential für die Lösung zukünftiger Probleme.

Diese Erkenntnis ist nun nicht bahnbrechend. Das Zukunftsinstitut widmet sich genau diesem Cross-Innovations-Ansatz seit Längerem. Es ist aber durchaus legitim und auch notwendig, dass die Kultur- und Kreativbranche ihre eigene Rolle in solchen Ansätzen unterstreicht. Nicht, um ihre Existenzberechtigung zu bestätigen, sondern um als Partner auf Augenhöhe anerkannt zu werden.

Das Beste kommt zum Schluss

Und nun zur Umsetzung. Alle Teams bestanden jeweils aus Menschen, die in unterschiedlichen Teilbranchen tätig sind, also verschiedene Blickwinkel und Erfahrungen einbrachten. Entsprechend ihres Themas haben sie diverse Experimente durchgeführt. Dabei hatten sie völlig freie Hand, was ihre Methodenwahl anging. Jedes Team hat sein eigenes Logbuch geführt. Dort vermittelten sie einen tiefgehenden Einblick in ihre Forschungsfragen und den aktuellen Stand ihres Projekts. 

Am Ende wurden die Ergebnisse auf insgesamt sechs Konferenzen präsentiert. Die Logbücher sind online auf der Website logbuch-phase-elf.de nachlesbar. Eine „Broschüre“ informiert auf 200 Seiten über die IdeenLabs, Herausforderungen für die Kreativbranche, Ausblicke usw. Wem das alles zu viel Text ist, der kann sich die Webserie von PHASE XI anschauen. Hierfür hat das Projekt Uke Bosse – ihr kennt ihn aus Filmen und Serien oder als Redaktionsleiter von Game One – vor die Kamera bringen können. Er führt, charismatisch, wie gewohnt, durch die Projekte, begleitet vom ehemaligen Rocket Beans-Redakteur Gunnar Krupp. Die Serie könnt ihr und er entsprechenden Playlist auf dem YouTube-Kanal der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes ansehen.

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