Bundesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft gegründet

Donnerstag, 13. Juli 2017

Am 28. Juni hat sich in Dresden der Bundesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Deutschland („Kreative Deutschland“) gegründet. Bei ihrem Jahrestreffen in Dresden legten Delegierte der verschiedenen Kreativ-Netzwerke Ziele für die nächsten Jahre fest, verabschiedeten die Satzung und wählten den 5-köpfigen Vorstand.

„Wir verstehen uns als branchenübergreifendes Sprachrohr aller Akteure und bieten auch den Verbänden der Teilbranchen Kooperationen an“, sagte Christian Rost vom Verein Kreatives Leipzig. Nur durch Zusammenarbeit könnten die Kreativen „ein starker Partner für Politik und andere Wirtschaftsbranchen sein und klare Akzente für die Förderung der Branche setzen“, fuhr Rost fort. Der Sitz des neuen Bundesverbandes ist Berlin, die neue Anlaufstelle in der Hauptstadt wird im September bezogen. „Unser Ziel ist, die Netzwerke vor Ort zu stärken und ihre Bedarfe an die Politik zu kommunizieren“, beschreibt André Batz vom Kreativnetz Berlin-Neukölln – im Vorstand für die Mitgliederbetreuung zuständig – die Motivation hinter der Gründung.

Beim Jahrestreffen erarbeitete die Kreative Deutschland auch Wahlprüfsteine für die Parteien vor der Bundestagswahl. „Wir wollen von den Parteien ganz konkret wissen, was sie in der nächsten Legislaturperiode für unsere krisenresistente und innovative Branche tun wollen“, sagte Lars Faßmann vom Landesverband Kreatives Sachsen. Anlass des Jahrestreffens war die Eröffnung des neuen Sächsischen Zentrums für Kultur- und Kreativwirtschaft „Kreatives Sachsen“ im Kraftwerk Mitte in Dresden. Betreiber des Zentrums ist der Landesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Sachsen e.V. Es bietet umfangreiche landesweite Unterstützungsmaßnahmen für die Branche an und ist deutschlandweit die erste Fördereinrichtung für Kultur- und Kreativschaffende, die von den Verbänden der Akteure selbst getragen wird. Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr fördert die Maßnahmen mit 2,5 Mio. Euro in den kommenden fünf Jahren.

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