Impulse für Partnerschaften und Netzwerke: Das war das Kreativ-Impuls-Event

Freitag, 11. November 2016

Wie digital ist die Kultur- und Kreativwirtschaft hierzulande? Was wird anders, besser durch „Big Data & Co.“? Wie entsteht durch Partnering ein Mehrwert? Diese und ähnliche Fragen standen im Mittelpunkt – beim Kreativ-Impuls-Event am Donnerstag, 10. November.

Etwa 150 Unternehmer, Freischaffende sowie Vertreter von gewerblichen Kammern, Wirtschaftsförderung, Wirtschaft und Politik kamen in die Magdeburger Festung Mark. Eingeladen hatten das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, der KWSA – Kreativwirtschaft Sachsen-Anhalt e.V. und die Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG), mit Unterstützung der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung. In lockerer Atmosphäre taten die Gäste vor allem eins: Sie kamen miteinander ins Gespräch und tauschten sich über die Branchengrenzen hinweg aus.

Genau darum geht es auch in einem deutschlandweit einzigartigen Förderprogramm. Wirtschaftsstaatssekretär Thomas Wünsch gab bei der Veranstaltung den Startschuss für die zweite Runde des Programms „Cross Innovation“ und sagte: „Für erfolgreiche Kreativ-Netzwerke gibt es in Sachsen-Anhalt schon viele gute Beispiele. Damit es noch mehr werden, starten wir die zweite Förderrunde von, Cross Innovation‘.“ Informationen gibt es auf den Internetseiten der Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB). Bis zum 12. Dezember 2016 können erste Ideenpapiere beim Wirtschaftsministerium eingereicht werden.

Der deutsche Design-Thinking-Experte und Leiter der HPI School of Design Thinking in Potsdam, Professor Ulrich Weinberg, betonte in seinem Vortrag: „Interdisziplinäre Teams zu bilden, ist künftig eine Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg.“ Kreativbotschafter Christian Zöllner, Designer vom Studio für angewandte Zukunft „The Constitue“ aus Berlin, und Andreas Berkau, Geschäftsführer der citim GmbH aus Barleben, regten das Publikum dazu an, „immer den Mut zu haben, etwas zu wagen“. Berkau sagte: „Kein Mensch möchte stets den Standard. Wir sind ein Dienstleister für kreative Ideen.“ Zöllner erläuterte den Einsatz von mobilen FabLabs – Technologie, wird zu denen gebracht, die sonst wenige Chancen haben, ihre Ideen auszuprobieren, beispielsweise im ländlichen Raum. Zugleich warb der Kreative dafür, „den Innovationsnebel zu lüften, der über vielen neuen Technologien liegt“.

Daniel Worch, Geschäftsführer der Univations GmbH, Institut für Wissens- und Technologietransfer an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, und Nils Sandvoß von der IB gaben Impulse und Tipps für die Finanzierung von Kreativ- und Innovationsprojekten, erläuterten unter anderem den Einsatz von Crowdfunding, das Förderprogramm „Cross Innovation“ und den Landeswettbewerb BESTFORM/// MEHR///WERT///AWARD für kreative Ideen, für den bis zum 18. April 2017 die Einreichungsfrist läuft. Informationen gibt es auf den Internetseiten der IMG.

Zu den Gästen des Impuls-Abends zählten Unternehmer wie Felix von Nathusius von der IFA Rotorion Group, Sascha Singer, Geschäftsführer der ThyssenKrupp Presta Schönebeck GmbH Deutschland, oder Anne Sommer, Gründerin des erfolgreichen halleschen Labels „Spielmode“.

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