Rundfunkwirtschaft

Sachsen-Anhalt ist Radioland
Sachsen-Anhalts Rundfunklandschaft ist geprägt durch den Mitteldeutschen Rundfunk sowie private Hörfunk- und Fernsehanbieter. Standortschwerpunkt ist die Stadt Halle (Saale) mit der MDR-Hörfunkzentrale und ihren Sparten-Programmen von Klassik, über Pop bis hin zum Informationssender. Zentrum der privaten Radiosender des Landes ist das Funkhaus Halle. Außerdem existiert mit dem Radioverein Radio CORAX ein Rundfunkanbieter, der eine große gemeinnützige Wirkung entfaltet und durch seine Programmformate unabhängige kulturelle und politische Akzente für die Region setzt. Im MDR Landesfunkhaus Magdeburg wird der regionale Sender MDR Sachsen-Anhalt produziert. Dazu kommen die freien, regionalen Radios wie radio hbw, die Harz-Börde-Welle und die Burgenland-Welle aus Zörbig.

Aber auch Fernsehformate konnten sich in Sachsen-Anhalt etablieren. Dazu zählt das MDR-Format Sachsen-Anhalt heute, das in Magdeburg produziert wird. Weitere regionale Fernsehanbieter sind RFH Regionalfernsehen Harz, RAN1 Regionalfernsehen Anhalt, das aus Dessau-Roßlau gesendet wird, das RBW Regionalfernsehen mit Studios in Bitterfeld, Köthen und Wittenberg sowie die Stadtsender TV Halle und MDF.1 sowie kulturmd  aus Magdeburg.

Halle als mediales Aushängeschild
Halle ist der größte Radiostandort Mitteldeutschlands. Aus dem Herzen der Stadt sendet der Mitteldeutsche Rundfunk seinen Jugendsender MDR SPUTNIK, die Popwelle MDR JUMP und das Kulturradio MDR FIGARO. Auch das Informationsformat MDR INFO wird in der Hörfunkzentrale des MDR produziert und ist unter anderem für die musik- und werbefreie ARD-Infonacht, die täglich von 23 bis 6 Uhr auf Sendern in zehn Bundesländern ausgestrahlt wird, verantwortlich. Die Privatradios Radio Brocken, 89.0 RTL und Radio SAW zählen zu den reichweitenstärksten privaten Hörfunksendern in Deutschland. In kaum einer anderen mittelgroßen Stadt Deutschlands gibt es eine so hohe Dichte an Rundfunkakteuren, die sich in Netzwerken und Verbänden austauschen, die Aus- und Weiterbildung des Nachwuchses gestalten und andere Branchen als Auftraggeber beleben. (weiterlesen)

Multimediale Entwicklung der Branche
Radiovielfalt und innovative Forschung haben in Sachsen-Anhalt Tradition. Bereits im April 1999 konnte Sachsen-Anhalt als erstes Bundesland digitales Radio in den Regelbetrieb überführen. Mit dem Jugendradio SPUTNIK und dem Pop-Sender JUMP geht der MDR gemeinsam mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vor allem im Internet neue digitale Wege und lotet die Trends der Branche aus. Und auch das Digitalradio MDR Klassik gestaltet eine Rundfunklandschaft fern ab vom klassischen Radiogerät, das nur per Antenne empfängt. 

Ausbildung des Medien-Nachwuchses

Das Mitteldeutsche Multimediazentrum Halle (MMZ) bildet gemeinsam mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg den Campus für die Studierenden des Departments für Medien- und Kommunikationswissenschaften. Ein gemeinsames Projekt mit dem freien Radio CORAX ist beispielsweise das Campusradio UNIMONO, für dessen Sendungen die Studierenden eigene Beiträge produzieren sowie grundlegende Moderations- und Radiotechniken erlernen. So wird der Rundfunknachwuchs sowohl praxisorientiert als auch fachlich gut ausgebildet, wodurch sich das MMZ als wichtiger Partner bei der Suche nach qualifizierten Fachkräften entwickelt hat. Und auch andere Hochschulen und Universitäten des Landes bieten Studiengänge mit rundfunkorientierten Schwerpunkten und gestalten so die Medienszene von morgen. (weiterlesen)