Markt für darstellende Künste

Land der kulturellen Vielfalt
Das Bild, das der Markt für darstellende Künste in Sachsen-Anhalt seinem Betrachter bietet, ist bunt: Es umfasst alle Akteure, die auf oder hinter den Bühnen des Landes, vor oder hinter der Kamera von Film- und Fernsehproduktionen tätig sind. Dazu gehören Theaterensembles genauso wie Artisten und Zirkusbetriebe, Theater- und Konzertveranstalter sowie Varietés und Kleinkunstbühnen. Die zahlreichen Dienstleistungen, die sich rund um diese Kreativszenen ranken, unter anderem Anbieter von Tanz- oder Kulturunterricht, vervollkommnen das bunte Treiben. Als weicher Standortfaktor wirkt sich die lebendige Szene der darstellenden Künste indirekt auch auf den wirtschaftlichen Erfolg der Region aus und spielt damit durchaus eine wichtige Rolle bei der Standortentscheidung und
-bewertung anderer Branchen. (weiterlesen) 

Dessau-Roßlau –Tradition der Moderne
Neben dem staatlichen 5-Sparten-Theater, dem Anhaltinischen Theater Dessau, verfügt Dessau auch über eine kleine, aber feine freie Szene der darstellenden Künste, die sich beispielsweise im theaterBurg Roßlau e. V. zusammengefunden hat und jährlich ein Sommertheater im Burghof zur Aufführung bringt. Aber auch auf dem Markt der darstellenden Künste ist die Bauhaus-Tradition der Stadt allgegenwärtig: Die Bauhausbühne der Stiftung ist seit den 1920er-Jahren ein Ort der gelebten Theatermoderne, eine Spielstätte für performative Experimente, in der Schauspieler, Tänzer und Künstler anderer Disziplinen gemeinsam Projekte entwickeln.

Halle (Saale) – Kulturinsel und einiges mehr
In der Region Halle besteht die Szene der darstellenden Künste zum einen aus öffentlichen Einrichtungen, wie der Theater, Oper und Orchester GmbH Halle, die unter anderem mit dem Puppentheater der Stadt Halle auch überregional sehr erfolgreich ist. Zum anderen agieren in Halle freie Schauspieler, Ensembles und Initiativen, wie das Improvisationstheater Kaltstart e. V., das Ensemble Varomodi e. V., die freie Spielstätte Theater Mandroschke oder das Kabarett Die Kiebitzensteiner. Dazu kommen zahlreiche private Tanzschulen, die vom Standardtanz in der Tanzschule Eichelmann, über lateinamerikanische Paartänze (Salsaschule Halle) bis hin zum Ballett, beispielweise an der Ballettschule Scarlett Burkhardt, eine große Auswahl anbieten.

Magdeburg will Kulturhauptstadt Europas 2025 werden
Auch die Landeshauptstadt Magdeburg ist im Bereich der Theater und Kleinkunstbühnen gut aufgestellt. So gibt es neben dem städtischen Theaterbetrieb, dem Theater Magdeburg, eine Reihe kleinerer Häuser. Hervorzuheben sind dabei besonders das Theater an der Angel, das auch überregional eine hohe Resonanz erzielt sowie das Puppentheater Magdeburg, das zwar als städtischer Theaterbetrieb agiert, jedoch mit einem hohen privatwirtschaftlichen Eigenanteil erfolgreich das Internationale Figurentheaterfestival blickwechsel organisiert. Kein Wunder also, dass sich Magdeburg derzeit unter dem Motto „Magdeburg sein – Kulturhauptstadt werden“ auf die Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2025 vorbereitet.